Nikolaus zeigt sich auch in Waldthurn

Am frühen Sonntagabend hat beim romantischen Adventsmarkt der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) Waldthurn im und um das Lobkowitzschloss alles gepasst.

Sogar das Wetter war gut, lediglich ein paar Schneeflöckchen hätten noch etwas mehr Winterstimmung nach Waldthurn bringen können. Die FWG um Vorsitzenden Jürgen Götz zauberte ein besonderes Flair in den Adventsmarkt. Am Hof und im Lobkowitzschloss selbst gab es alles, was das „Vorweihnachtsherz“ begehrt. Bevor der Hauptprotagonist, der Heilige Nikolaus, das Areal betrat, sorgten die „CantiKids“ unter der Leitung von Manuela Grünauer und die Bläsergruppe um Josef Pflaum senior für vorweihnachtliche Stimmung.

Auch in diesem Jahr ließ sich der Nikolaus, der angeblich mit Zahnarzt Michael Troidl in Verbindung gebracht werden kann, nicht lumpen und verteilte 120 Säckchen an die kleinen und größeren Adventskinder. Viele Mitglieder der Freien Wähler sorgten für die kulinarischen Genüsse wie Glühwein, Kartoffelspirale, gebratene Mandeln und Bratwürste.

Die Waldthurner OWV-Schnitzer mit Schnitzerchef Erwin Klotz waren live vor Ort und zeigten die Entstehung ihrer kleinen Kunstwerke. Rosi Rühl hatte Dachziegel mitgebracht, die sie kunstvoll in Serviettentechnik verziert hatte. Sonja Bäumler bot ihre Weihnachtsdeko und Harald Zosel seine kreativen Holzsachen an. Die Remmelbergerin Claudia Fichtl hatte ihre Alpakaprodukte mitgebracht und Franziska Siegert präsentierte ihre selbstgefertigten Bastelkunstwerke.

Kein FW-Bürgermeisterkandidat in Waldthurn

Die Freie Wählergemeinschaft Waldthurn setzt unter ihre Kandidatenliste für die Marktratswahlen im März 2020 einen Haken. Einen Gegenkandidaten für Bürgermeister Josef Beimler sparen sie sich.

Der Fraktionssprecher der Freien Wählergemeinschaft Waldthurn (FWG) Michael Steiner meinte, dass man für die Marktratswahl am 15. März 2020 eine starke Liste zusammenstellen konnte. Zur Versammlung im Gasthaus Kühnhauser begrüßte Vorsitzender Jürgen Götz Mitglieder und Kandidaten. In dem Nominierungsprozess folgten die Anwesenden in geheimer Wahl einstimmig den Vorschlägen des Vorstands. „Dies zeigt, dass die Liste nach euren Wünschen aufgestellt wurde“, so Steiner. Die Nominierungsversammlung sei der erste Schritt und ein wichtiges Signal für die Wahl. „Es handelt sich bei den Bewerbern um Kandidaten aus fast allen Ortsteilen der Marktgemeinde, ob Jung oder Alt“.

Rückblickend auf die Wahl vor sechs Jahren meinte Steiner, man habe damals den fünften Sitz im Marktrat nur knapp verfehlt. Dies war aber auch den damals angewandten Zählverfahren geschuldet. Da wegen der gesunkenen Einwohnerzahl die Anzahl der Marktratssitze von 14 auf 12 reduziert wurde, wird sich 2020 die Sitzverteilung entsprechende anpassen. Ziel sei, die Stimmenanteile von 2014 weiter zu halten.

„Wir werden bei dieser Kommunalwahl keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen, da der bisherige Bürgermeister wieder antritt und ein Gegenkandidat keinen Sinn macht“, erklärte der Fraktionssprecher unumwunden.

Man wolle einheitlich auftreten, derzeit aber noch kein konkretes Wahlprogramm an die Öffentlichkeit geben. „Jeder einzelne der nominierten Kandidaten ist aufgerufen und hat eine Art Hausaufgabe, sich Gedanken zu machen, was man in der Marktgemeinde noch bewegen könnte“. Man werde im Januar in Klausur gehen und darüber beraten, was man eventuell auch umsetzen könne. Dass in München in der Regierung drei Staatsminister der Freien Wähler seien und auch der stellvertretende Ministerpräsident von den Freien Wählern ist, sei ein Vorteil auch für die Basis in der Region.

Steiner stellte die einzelnen Kandidaten kurz vor – die vier bisherigen Markträte führen die Liste an. Entsprechende Listenunterstützer, Vertrauensleute und Schriftführer für die Wahl wurden genannt.

Abschließend meinte Steiner, man wolle keinen Wahlkampf als solches führen, sondern geschlossen bei den Wahlveranstaltungen das eigene Programm in den Vordergrund stellen. Den Auftakt wolle man im Gasthaus Kühnhauser machen, ein politischer Frühschoppen in Spielberg wird folgen.

Als Kandidat für den Kreistag wurde FWG-Vorsitzender Jürgen Götz nominiert.

Zur Kandidatenliste der FWG Waldthurn

Freie Wähler positionieren sich in Waldthurn

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Waldthurn stellt sich für die Zukunft auf. Roman Bauer tritt als Stellvertreter zurück. Erhalten bleibt aber der Mann an der Spitze.

Jürgen Götz führt seit vier Jahren die Freien Wählergemeinschaft (FWG) Waldthurn. Am Dienstagabend wurde er im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kühnhauser für zwei weitere Jahre an die Spitze der Partei gewählt. Der bisherige zweite Vorsitzende Roman Bauer meinte in seiner Funktion als zweiter Bürgermeister, dass auf die Freien Wähler immer Verlass sei. „Schon bei der letzten Wahl vor zwei Jahren habe ich angekündigt, etwas kürzer treten zu wollen. Deshalb werde ich mich von den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden zurückziehen und mich gerne weiter als Beisitzer für „meine Partei“ einbringen.“ Bauer sagte, dass er trotzdem einer Freier Wähler mit Herz und Blut sei, der seit über 24 Jahren im Vorstandsgremium der Partei tätig sei. Als neuen Stellvertreter wählte die Versammlung Marktrat Andreas Troidl, gleichberechtigter Stellvertreter ist weiterhin Manfred Käs.

Schriftführer ist Michael Troidl und die Kasse führt weiterhin Fraktionssprecher Michael Steiner. Als Beisitzer wurden bestimmt: Waltraud Kühnhauser, Josef Beimler, Josef Müllner, Petra Reil, Max Müllner, Andreas Holfelner, Heiko Glaser (neu), Josef Pühler, Dieter Malzer, Wolfgang Grötsch, Jürgen Stade, Roman Bauer (neu), Johann Bäumler und Manfred Holbaum. Einen prüfenden Blick auf die Kasse werden weiterhin Josef Holfelner und Bernhard Unger werfen.

Vor den Neuwahlen blickte der alte und neue Vorsitzende auf das vergangene „Vereinsjahr“ der 49 Mitglieder zählenden Freien Wähler zurück. Er schnitt die Rama-dama-Aktion an der Luhmühle, den Aufbau des Osterbrunnens, Bürgerfest, den erfolgreichen Weihnachtsmarkt, LTO- röffnung im alten Raiffeisengebäude an. Michael Steiner erläuterte die Kassenbewegungen.

Steiner sprach in seiner Eigenschaft als Marktrat und Fraktionssprecher über die politischen Aktivitäten der Freien Wähler und die aktuellen Angelegenheiten. Im Baugebiet Hirmesbühl habe sich was getan, die Marktgemeinde hatte einige Unannehmlichkeiten mit Altlasten. Das Baugebiet habe den Marktrat schon einige graue Haare gekostet, jetzt werde die Straße hergestellt und man könne in den Verkauf einsteigen. Viele Interessenten seien da, man könne erst nachdem die Straße fertiggestellt worden ist, die Einzelparzellen vermessen und beurkunden. Interesse an den Bauplätzen sei da, gut ein Drittel sei schon weg. „Innen statt Außen“ war ein weiterer Punkt. Die Marktgemeinde konnte drei Gebäude ankaufen, die saniert werden.

Beim Anwesen Ebnet werde ein Torbogen geöffnet, so könne man von hinten zum Markt durchgehen, dort wo früher das Gasthaus war, werden sechs Wohnungen entstehen. Beim Anwesen „Adam“ entstehe eine Physiotherapiepraxis mit einem kleinen Fitnessraum im ersten Stock und ganz oben im Dachgeschoss zwei Wohnungen. Der dritte Baustein – das „Hirmeshaus“ werde zwei Wohnungen erhalten. „Die Marktgemeinde musste eine Million Euro aufnehmen, Baugebiete erschließen sich nicht von alleine, wir werden das Geld wieder zurückbekommen“. Diese Vorleistungen seien auch bei „Innen statt Außen“ fällig, daher sei die Pro-Kopf-Verschuldung von 785 Euro auf 1155 Euro gestiegen. Trotzdem stehe die Gemeinde gut da, auch wenn man bedenkt, dass man die Straße nach Oberbernrieth neu hergestellt habe. Die Kläranlage Waldthurn sei immer noch nicht abgerechnet. Nach mehreren Bürgeranfragen sollen demnächst Bescheide an die Bürger gehen.

Steiner referierte über Integrierte Ländlichen Entwicklung (ILE) – die kommunale Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden. Der Parkplatz am ehemaligen alten Rathaus sei ein schöner Flecken geworden und absolut nötig gewesen. Nach Abschluss der Neugestaltung wird es eine Einweihung geben.

Erna Gollwitzer kritisierte, dass sie hinsichtlich des Unfallschwerpunkts an der Kreuzung Lennesrieth einen Antrag auf Einrichtung eines Kreisverkehrs gestellt habe, die Ablehnung habe sie aus den Medien erfahren. Steiner stellte klar, dass der Antrag an die Marktgemeinde gegangen sei und sie von dort eventuell auch eine offizielle Antwort oder einen Zwischenstand hätte bekommen sollen.

Roman Bauer wies darauf hin, dass derzeit noch nicht klar sei, wie viele Markträte – 14 oder 12 – im März 2020 zu wählen seien. „Wir werden im Sommer/Herbst eine Liste aufstellen, die sich Sie schreibt“, meinte Bauer. Ansonsten werden die Freien Wähler das Wählervotum so annehmen wie es kommt. Josef Müllner schlug für den Herbst einen politischen Frühschoppen mit einem hochrangigen „freien Wähler-Politiker“ vor, was auf Zustimmung in der Versammlung stieß.

Die „Freien“ gestalten Osterbrunnen neu

Seit 22 Jahren dekorieren die Freien Wähler Waldthurn in der Osterzeit den Lobkowitzbrunnen am alten Schloss zum Osterbrunnen. Das ist in diesem Jahr nicht anders.

Heuer gestalteten Waltraud Kühnhauser, Roman Bauer, Cornelia Müllner und Monika Bauer den Brunnen neu. Die Kronenspitze wurde mit Ostereiern geschmückt und die Brunnenumrandung erneuert und instandgesetzt. Die Brunnenstreben, Ketten sowie die Kunststreu wurde erneuert und verdichtet. Neben Freie Wähler-Vorsitzenden Jürgen Götz unterstützen Nina Glaser, Heiko Glaser, Albert Pühler, Michael Troidl und Jürgen Stade den Aufbau.